- Ausstellung: Revolution und Krieg
- Widerstand und Konformität
Kriegsgegnerische Motive waren ein wiederkehrendes Merkmal im Schaffen des lettischen Malers Kārlis Padegs, wie z.B. in seinem Werk Madonna mit Maschinengewehr, 1932.
Mit seiner überschwänglichen Persönlichkeit eines Dandy und seiner konfrontativen, oft grotesken Kunst war Padegs eine einzigartige Gestalt in der lettischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Er starb 1940 im frühen Alter von gerade 29 Jahren an Tuberkulose. Lesen Sie mehr über sein kurzes und faszinierendes Leben auf Wikipedia.
In Polen ist das als Ringelblum-Archiv bekannte Untergrundarchiv des Warschauer Gettos eine einzigartige Dokumentensammlung. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus Milchkannen geborgenen, die unter den Ruinen des Warschauer Gettos vergraben waren. Das Archiv war zwischen 1940 und 1943 unter der Leitung des Historikers Emanuel Ringelblum zusammengestellt worden. Die von den gebürtigen Warschauern und den Flüchtlingen aus den verschiedensten Lokalitäten gesammelten Zeitzeugnisse und Materialien umfassen Dokumente, Material der Untergrundpresse, Fotos, Memoiren und vieles mehr. Nur von zwei Künstlern haben die Werke überdauert, nämlich von Gela Seksztajn und Rozenfeld, dessen Vorname noch immer unbekannt ist.
Das Ringelblum-Archiv, dessen Bedeutung von UNESCO anerkannt wird, umfasst die einzigartigen dokumentarischen Aufzeichnungen zum Schicksal des jüdischen Volkes in Polen während des Kriegs. Das Archiv zeigt, dass selbst unter den extremsten Umständen Kunst geschaffen werden kann. Wenn Sie mehr über das Archiv erfahren wollen, besuchen Sie die Website des Jüdischen Historischen Instituts, in dem das Archiv untergebracht ist.
Die Freiheit der Künstler, sich in stürmischen Zeiten ausdrücken zu können, war zwar unterschiedlich, doch die Macht der Kunst, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, ist seit langem bekannt. Veranschaulicht wird dies von all jenen, die die Kunst zensiert und für ideologische Zwecke verwendet haben. In seinem sozialrealistischen Werk Getreide für den Staat, 1953, stellt der estnische Künstler Viktor Karrus eine idyllische Vision landwirtschaftlicher Fülle dar, die durch Mechanisierung und kollektive Landwirtschaft erzielt wird.
Kommen sie am 20. Juni wieder zu uns für das nächste Kapitel von Gesichter Europas, in dem wir erfahren, wie Künstler in ganz Europa ihre Ideen über die Landschaftsmalerei zum Ausdruck gebracht haben. In der Zwischenzeit hier klicken für eine Kapitelvorschau.